Handlung: Kurz vor dem Zubettgehen erreicht John der Anruf von Emma Graham. Direkt vor dem Stiftungszentrum wurde ihre Freundin Marisa Douglas überfallen und mit einem dunklen Van entführt. John und Suko fahren zum Tatort und übernehmen den Fall. Noch während sie sich mit Emmas Zeugenaussage beschäftigen, erhält John einen Anruf von Carlotta, die ebenfalls angegriffen wurde. Nachdem Carlotta ihre Erlebnisse berichtet hatte, war John davon überzeugt dass alles die Handschrift der Visionäre trug. In diesem Zusammenhang dachte er auch an den Götzen Marbhàs. Nur wo sollten sie ihre Gegner finden und wohin wurde Marisa Douglas gebracht?
Meinung: Der erste Teil des neuen Zweiteilers von Ian Rolf Hill begann mit einer Online-Konferenz der verblieben Visionäre, die im Darknet ihre neuen Pläne und die Verteilung der finanziellen Mittel diskutierten. Die Konferenz der Visionäre erinnerte ein wenig an die Zusammenkünfte der Spectre - Mitglieder in den James Bond-Filmen. Ian Rolf Hill ließ dabei Dr. Cybill Ashton auch über ehemalige verstorbene Visionäre nachdenken, wie zum Beispiel Dr. Satanaos (Frank N.Stone), Dr. Tod, dem Monster-Macher Marvin Mondo, dem Horror-Hirn oder auch dem Zombie-Doc.
Dr. Cybill Ashton, deren Pseudonym Madame Monster war, stand als größte Geldgeberin im Mittelpunkt der Konferenz. Sie brachte erneut Marbhàs den Unersättlichen ins Spiel während Professor Snake lieber das Vermächtnis des Echsengottes weiter erforschen wollte, indem er Menschen zu Reptilien machte. Andere skurrile Charaktere waren Lord Chaos und der Terror-Master. Cyrill Ashton brauchte dringend neue Gelder für ihr Marbhàs-Projekt, weil ihre russischen Konten durch den Krieg eingefroren wurden. Wieder ein kleines aber sehr realistisches Detail. Sie gab sich selbstbewusst weil sie das Sinclair-Team entscheidend schwächen und auch Carlotta zurückholen wollte. Daraufhin hatte sich Carlotta einen spektakulären Luftkampf mit ihren Jägern im Kampfhubschrauber geliefert. Dabei wuchs sie durchaus über sich hinaus.
Das Stiftungszentrum das die Opfer dämonischer Angriffe betreute befand sich mittlerweile im erfolgreichen Regelbetrieb. Erstaunlich welche Charaktere aus vorherigen Romanen sich dort mittlerweile trafen. Dazu gehörte auch der Sohn von Mister X.
Ebenfalls sehr effektiv war die gemeinsame Gegenwehr von Davina McCarthy und Cruciata. Den Versuch Davina zu entführen und die anderen Bewohner der Wohnung zu töten, bezahlten die Söldner mit ihrem Leben. Nur ein Söldner überlebte der als Informationsquelle benötigt wurde.
Über den Großteil des Romans geheimgehalten wurde die Identität des Mannes, der zusammen mit Marisa entführt wurde. Erst später gab er sich Marisa gegenüber, in einem unbewachten Moment, als Sebastian Walcott zu erkennen, von Beruf Biochemiker.
Nach und nach erinnerte ich mich auch daran, dass Cybill Ashton keine neue Gegnerin war, sondern bereits als Leiterin der Agentur, die hinter Vicky Starr stand, in Erscheinung trat. Auch hier schloss sich also ein Kreis. Das gleiche galt für Paula Leonid, die einst Professor Elax assistierte und nun den Weg zu Cybill Ashton fand. Ebenfalls eine logische und sehr durchdachte Verknüpfung.
Cybill Ashton stellte Marisa Douglas vor eine kaum zu lösende Gewissensfrage, als Marisa über Leben und Tod ihres Peinigers entscheiden sollte, obwohl dieser sein Vorhaben nicht umsetzen konnte. Die gelungene und böse Überraschung traf Marisa, sowie die Leser und Leserinnen gleichzeitig als Cybill Ashton nach Marisas Entscheidung die wahre Identität von Sebastian Walcott bekannt gab. Damit hätte ich bei diesem Mann, der stets einen bemitleidenswerten Eindruck machte, niemals gerechnet. Ein Kompliment an Ian Rolf Hill für eine gelungene Überraschung und eine ausgezeichnete Planung.
Es folgte eine kurze humorige Entspannung als es John erneut nicht gelang Glendas Kaffeemaschine ihr Geheimnis für besonderen Kaffee zu entlocken.
Der darauffolgende Anruf bei Davina McCarthy in Rom brachte den Geisterjägern endlich eine heiße Spur und einen handfesten Ansatz dazu. Sie konnten in diesem Roman noch nicht tätig werden und waren erst einmal außen vor.
Das Cover zum Roman gefiel mir und es passte auch sehr gut zum Selbigen. Es wirkte so als ob es von Timo Wuerz sein könnte, dass war es aber dieses Mal nicht.
Insgesamt betrachtet bot dieser packende Roman von Ian Rolf Hill für mich keine Schwächen. Die einzelnen Charaktere wurden so gut beschrieben, dass Leser oder Leserinnen sich in jeden Charakter so gut hineinversetzen konnten, als ob sie einem Kinofilm folgen würden. Egal aus welcher Perspektive gerade erzählt wurde. Deshalb gab ich auch für diesen Roman die Note 1 = Sehr gut und damit 5 von 5 Kreuzen an Ian Rolf Hill. Nach der im Forum üblichen Wertung habe ich erneut mit
Top abgestimmt.
:thumbup: :buch: