Original von Der Geist des Weines
Zu der Auflage: das ist ja eines der Themen, wo man keine Auskunft drüber bekommt. Ist ja nicht nur bei Serien so, sondern allgemein bei Büchern (außer bei den ganz großen Auflagen, die damit für Furore sorgen). Dass Heftromane in der 70er und 80er Jahren eine viel höhrere Auflage hatten, ist ja allgemein bekannt. Ich habe vor eins, zwei Jahren mal einem Autoren gegenüber gemutmaßt, dass die Sinclair-Erstauflage seit dem Einstieg neuer Autoren gestiegen sein könnte, weil durch mehr Leser auch die Anzahl der Serien gesteigert wurde. 2014 gab es von Bastei nur Sinclair und Zamorra und Maddrax.
Heute sind es zusätzlich bei Sinclair 2 Auflagen, der Gespensterkrimi, Dorian Hunter und Zamis, dazu noch die Taschenheftserien! Angeblich hätte sich die Auflage der Sinclair-Erstauflage aber seitdem nicht verändert. Würde ja auch heißen, sie ist, seit Herr Rellergerd sie nicht mehr alleine schreibt, auch nicht kleiner geworden... Dann relativiert sich die Aussage, die Auflage wäre im Keller, bzw der "Keller" liegt nicht an den "neuen" Autoren.
Und ich habe noch festgestellt, dass 10 Jahre nach meinem Wiedereinstieg Sinclair an mehr Verkaufsstellen zu bekommen ist!
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Auflage wirklich soooo im Keller sein soll, weil man dann doch bestimmt schon längst dazu übergegangen wäre, Sinclair auf zweiwöchentlich zu reduzieren.
Da die Serie immer noch im Wochenrhythmus erscheint und sich das auf Grund der Vorschau(en) in naher Zukunft auch nicht ändert, kanns soooo schlecht nicht laufen.
Ist nur die Frage, warum? Wenn mans Kacke fände, würd mans doch nicht mehr kaufen. Oder kaufen alle Sammler weiter, auch wenn nicht alle mehr alles lesen (oder nur noch bestimmte Autoren)? Oder gibts genug Neu-/Gelegenheitsleser?
Original von pecush
Danke für den Abdruck der Interviewpassagen.
Ich sage seit Jahren, dass ich nicht glaube, dass Jason mit dem, was mit Sinclair passiert ist, zufrieden ist, auch wenn er das offiziell so noch nie schrieb. Du kannst dem Erfinder einer Figur nicht seine Figur wegnehmen und durch die Bank Dinge machen, die er nie machen würde. Das kann rechtlich ok sein, aber so geht man mit einem langjährigen Erfolgsautor nicht um.
Damit sage ich nicht, dass die "neuen" Autoren nicht schreiben können!
Offiziell sagt oder schreibt er das nicht, aber wenn man ihn danach fragt, kriegt man dahingehend schon eine ziemlich gefühlsintensive, präzise Aussage von ihm.
Allerdings ist es auch für andere Leser/Fans "sichtbar", die Sinclair schon längere Zeit regelmäßig verfolgen, dass es sich nicht mehr um die Serie von Jason Dark handelt, sondern um eine Art von neu aufgelegtem John Sinclair. Zumindest größtenteils und in den serienrelevanten Romanen.
Niemand hat gesagt, dass es nicht auch mal hoch hergehen darf im Sinclair-Universum, ist nur die Frage: wo ist die Grenze? GIBT es ne Grenze, wo gesagt wird "Bis hierher und nicht weiter"? Und wenn sich die Figuren charakterlich so verändern, dass sie kaum noch was mit den ursprünglichen gemein haben oder eben gar nicht mehr vorkommen, dann ist das für
mich auch nicht mehr innovativ oder gehört zum schicken Begriff "Weiterentwicklung" ... es ist einfach nicht mehr John Sinclair (und ich sag extra nicht "John Sinclair, so wie früher", weil gar nicht alles komplett wie früher sein muss. Natürlich darf auch Neues passieren ... aber - auch wieder nur für
mich - bitte in gesunden Ausmaßen und nicht so extrem übertrieben und überzogen ... und vor allem: nicht Johns Team-Mates gegen Eigengewächse austauschen! :nudelholz: :beleidigt:
Und ja, find ich auch: die Co-Autoren können allesamt schreiben! Auch ideentechnisch wars eigentlich immer höchst interessant und lesenswert!

:thumbup:
Und neee, ich hab auch noch nie gehört, dass JD sich mit Stephen King vergleicht. Er liest ihn, jau, was umgekehrt wohl eher nicht so wirklich der Fall ist, aber die zwei sind ja auch per se zwei voll unterschiedliche Leutz:
King of Horror
Meister der Geister
Klingt beides cool und ich les sogar beide gerne, obwohl die Stile und Handwerklichkeiten unterschiedlicher nicht sein könnten
