Sheila Conolly hat geschrieben: Fr Mai 29, 2026 12:37 am
Toto_172 hat geschrieben: Do Mai 21, 2026 9:27 pm
[...]Nun zum Thema "Justine!"
Von mir bekam der Roman ein "Schlecht", obwohl ich auch noch eine Stufe tiefer gehen wollte, nicht, weil der Roman schlecht geschrieben war, sondern weil hier das durchgezogen wurde, was unter der Hand schon länger angedeutet, ja von einigen auch gefordert wurde, - Justine´s Vernichtung!
Für mich war sie einzigartig und ich weiß nicht mehr genau, wann sie das erste Mal erschienen ist. Ich kann mich noch daran erinnern, das sie zuerst nur als Begriff oder Name bei Jason Dark aufgetaucht ist, bevor sie dann real in der Serie erschienen ist.
Von Anfang an hatte ich zu dieser Figur ein besonderes Gespür, eine unwahrscheinliche Begeisterung und als sie sich dann viele Jahre später der Sinclair Seite zugewandt hatte, hatte sie bei mir komplett gewonnen.[...]
[...]Für mich ist aus meinem Kopfkino die Szenerie erhalten geblieben, wo sie in der Blase sitzt und verzweifelt um Hilfe bittet und John sie erneut im Stich läßt!
Das fesselt mich bis heute...!
In Kürze erscheint der 2500ste Band - dann habe ich mehr als 2400 gelesen und ich bin ernsthaft am überlegen, ob ich dann nicht schluss mache.
Die Enttäuschung und auch ein bisschen Entsetzen, - stecken bei mir einfach zu tief...!
Es tut mir wirklich total leid für dich ...
Auch wenn ich persönlich nicht soooo viel mit Justine anfangen konnte (sie aber auch nicht unbedingt raus haben musste, da gibts mMn andere Kandidaten, die wesentlich langweiliger und/oder nichtssagender sind), aber ich kann das alles viel zu gut nachempfinden ... wenn auch durch/mit ner anderen Figur.
Als ich deinen Kommentar gelesen hab, war sofort alles wieder da.
Das Feeling und der entsetzte Unglaube beim Lesen so eines Abgangs ist das Schlimmste ... und danach war seinerzeit für mich erstmal alles weg. Keine Vorfreude, keine Leidenschaft, keine Leselust ... nix mehr.
Ob hier mit dem
Rad der Zeit noch was passieren oder sogar korrigiert werden kann, bleibt abzuwarten ... Möglichkeiten gibt's ja so einige ... aber es sind bereits so einige von JDs Figuren geflogen und ich bange auch weiterhin um die eine oder andere ...
Hallo Sheila
Schön, das man mit seinen Emotionen nicht ganz allein im Regen steht.
Es ist genauso, wie du es beschrieben hast - es ist eine innere "leere" da beim lesen.
Irgendwie hat es einem das ganze familiere Flair genommen, etwas, was sich über jahrzehnte aufgebaut hatte und wo man ein Teil von war.
Alles aus und vorbei und ja - ich habe bis heute an der Serie festgehalten und komme Woche für Woche tiefer in diesen Strudel hinein, wo ich einfach nicht mehr fasse, was mittlerweile in den Storys passiert.
Ich frage mich auch immer wieder - lese ich eigentlich noch, weil mich interessiert wie es John weiter ergeht, oder lese ich nur noch aus Gewohnheit?
Ich denke, es wird irgendwo dazwischen liegen...!
Wo war man gedanklich nicht alles involviert? Bei der Vernichtung des Schwarzen Tods, auf dem Friedhof am Ende der Welt, Beim Tod von Nadine Berger, in diesem verdammten Filmstudio (was habe ich da mit John mitgelitten und sogar die ein und andere Träne verdrückt - Kopfkino kann schon irre sein. Das Hörspiel konnte den Roman nie wirklich gerecht werden, nur mal als Anmerkung!), Janes Verwandlung zur Hexe und Johns Kampf um sie zurückzuholen, das Abenteuer um sein Kreuz, Mareks Tod, Lady Sarah, und natürlich Will Mallmann etc etc etc!
Allein an Jasons Schreibstil konnte man erkennen, ob der gute Mann gerade eine Erkältung hatte, oder nicht! Alles vorbei...!
IRH tut Dinge, die es unter Jason nie und nimmer gegeben hätte! Das muss nicht falsch sein, das gleich vorweg, aber er überschreitet Grenzen und rote Linien in einer geschichtlichen Ignoranz, die einem langjährigen Leser fast unmöglich macht, ihm zu folgen!
Gut, man will neue Leser hinzugewinnen, aber wenn das bedeutet, das die alten Leser gehen sollen, weil die emotionalen Bindungen gekappt werden, bin ich mal gespannt, wie sich die Serie entwickelt...!
