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Re: Band 2506: Candle Light Dinner

Verfasst: Sa Jul 18, 2026 8:39 pm
von Auserwählter
Jedihammer hat geschrieben: Sa Jul 18, 2026 4:05 pm
Auserwählter hat geschrieben: Di Jul 14, 2026 3:51 pm Ich war auch immer der Meinung, dass der Roman für mich, wenn er pünktlich kommt, eher früh da ist. Andere sagen, sie hätten ihn früher.
Wer von euch hat ihn denn schon?
Bei mir in Frankfurt am Main ist er immer am Samstag im Laden.
Hast du also heute Band 2506 oder 2507 bekommen?

Re: Band 2506: Candle Light Dinner

Verfasst: Sa Jul 18, 2026 9:04 pm
von TylerDurden
Repost wegen OT-Gebrabbele:

Fand ich jetzt sehr beliebig, eher unterer Durchschnitt. Spätestens jetzt ist vom „Neuaufbruch“ und dem „alles neu macht die 2500“ nichts mehr zu spüren.

Der Roman ist okay, gut zu lesen - mehr aber nicht. Mir dünkt, dass Band 2500 lediglich der Moment war, an dem man sämtliche Autoren außer Ian Rolf Hill und Rafael Marquess abgesägt hat. Weshalb jetzt Henry Cardell und demnächst Marie Erickson für die Serie schreiben sollen, ist wohl eher dem Bekanntschaftsvethältnis zwischen Redakteur und Schreibern geschuldet.

Re: Band 2506: Candle Light Dinner

Verfasst: So Jul 19, 2026 9:19 am
von Michl
Ja, von „Neuaufbruch“ spüre ich auch nicht unbedingt etwas. Das hier war auch wieder so ein „na ja“ Roman. Kann man lesen, brauch man aber nicht, da man nichts versäumt. Und wenn, wird ja im Folgeroman gefühlt 4 Seiten von Florian alles nochmal ausführlich zusammen gefasst. Eine „Was bisher geschah“ extra Seite, wäre vielleicht eine Überlegung wert. Die Cardell Romane werde ich, auch deshalb, auslassen. Mal sehen was Marques und Erikson in diesen „leichter roter Faden“ trotz Stand Alone / Monster of the Week Romanen, so abliefern?

Wie gesagt, von „Neuaufbruch“ spüre ich nichts, nur das es jetzt wohl bis 2520 rum eine durchgehende Handlung geben wird/soll. Hill, der Chef schreibt den Löwenanteil und die anderen dürfen zwischendurch mal ran, wenn der Meister ne Pause braucht. Schauen wa mal, wie lange das gut geht…..

Re: Band 2506: Candle Light Dinner

Verfasst: So Jul 19, 2026 10:18 am
von Helgorius
Ich vergebe für den Roman ein verdientes „schlecht“. Das war der erste und (vermutlich) auch der letzte Roman, den ich von Henry Cardell gelesen habe bzw. lesen werde.

Für den Verlauf der Serie war der Roman völlig bedeutungslos … vermutlich ein Lückenfüller, damit sich der gute IRH auch einmal etwas ausruhen kann.

Für mich persönlich gehört diese Art des Schreibens nicht in die JS-Reihe. Die trashige Art, die zusammengenähte Zombies beschreibt, gefällt mir überhaupt nicht. Das hat mich früher schon bei Logan Dee nicht angesprochen. Für mich schafft das auch keinerlei gruselige oder spannende Atmosphäre. Auf Seite 61 lässt uns der Autor ja auch wissen, dass ihm das auch nicht gefällt und er uns daher detailliertere Beschreibungen ersparen möchte. Daran hätte er sich gerne den gesamten Roman lang halten können!

Mir gefällt auch nicht, wenn Figuren mal kurz auftauchen, weil ach so spannend, ach so gruselig, ach so keine Ahnung, und dann wieder keinerlei Bedeutung in der Geschichte haben, wie hier das Kind oder die Katze.

12 Wochen lang hat niemanden im Autorenteam Band 2494 interessiert. Jetzt muss er natürlich erwähnt werden … also weiterhin viel Spaß mit der Henry-Cardell-Subserie. Da werde ich dann nicht mehr dabei sein …

Re: Band 2506: Candle Light Dinner

Verfasst: So Jul 19, 2026 2:51 pm
von Marekchen
Helgorius hat geschrieben: So Jul 19, 2026 10:18 am Ich vergebe für den Roman ein verdientes „schlecht“. Das war der erste und (vermutlich) auch der letzte Roman, den ich von Henry Cardell gelesen habe bzw. lesen werde.

Für den Verlauf der Serie war der Roman völlig bedeutungslos … vermutlich ein Lückenfüller, damit sich der gute IRH auch einmal etwas ausruhen kann.

Für mich persönlich gehört diese Art des Schreibens nicht in die JS-Reihe. Die trashige Art, die zusammengenähte Zombies beschreibt, gefällt mir überhaupt nicht. Das hat mich früher schon bei Logan Dee nicht angesprochen. Für mich schafft das auch keinerlei gruselige oder spannende Atmosphäre. Auf Seite 61 lässt uns der Autor ja auch wissen, dass ihm das auch nicht gefällt und er uns daher detailliertere Beschreibungen ersparen möchte. Daran hätte er sich gerne den gesamten Roman lang halten können!

Mir gefällt auch nicht, wenn Figuren mal kurz auftauchen, weil ach so spannend, ach so gruselig, ach so keine Ahnung, und dann wieder keinerlei Bedeutung in der Geschichte haben, wie hier das Kind oder die Katze.

12 Wochen lang hat niemanden im Autorenteam Band 2494 interessiert. Jetzt muss er natürlich erwähnt werden … also weiterhin viel Spaß mit der Henry-Cardell-Subserie. Da werde ich dann nicht mehr dabei sein …
Mir gefiel er auch nicht. ABER: Romane ohne Bedeutung für die fortlaufenden Handlung gab es ja bei JS immer schon, auch vom Meister der Geister. Das gehört schon dazu

Re: Band 2506: Candle Light Dinner

Verfasst: So Jul 19, 2026 7:03 pm
von Don Nuzzolo
Das ist also das Debüt als Stammautor. Die Frankenstein-Kopie lädt also John durch eine spezielle Menu-Karte (inkl. Glenda's Herz) zu sich in die Villa ein.Die folgende Geschichte liess sich gut lesen,und die Story um Desmond Cordray Herkunft, kommt in der Realität sicher öfter vor als man denkt. Und auch Glenda hatte ihre Momente,die zeigen,das sie sich ihres Körpers wehren kann. Aber wie andere schon geschrieben haben, bei Cardell's Geschichten fliesst immer ein Hauch Adel mitein,hier mit dem Butler und dem Dienstmädchen.Das mag vielleicht in seiner Sub-Serie um den Butler Finley in GK funktionieren,aber bei JS ist diese Häufigkeit fehl am Platz. Und in " Grüsse aus der Gruft " erwähnt er ja das er einen handgeschriebenen Brief von Jason Dark erhalten hat,der ihn ermutigte,weiter am Ball für Sinclair zu bleiben. Und bei dem was Bastei mit Jason Dark (hat höchstens ein Roman von Cardell gelesen) in letzter Zeit anstellt,kann ich mir das Schwer vorstellen ob das so stimmt.

Ich geb dem Roman ein Gut.

Und die Frage ist,wenn will Glenda anrufen :o

Re: Band 2506: Candle Light Dinner

Verfasst: So Jul 19, 2026 7:15 pm
von Rvtter
Cordray ist sehr gut beschrieben und hat mir als Gegenspieler gut gefallen.
Spoiler
Die Idee mit dem doppelten Kreuz hat mir am wenigsten gefallen
Im grossen und ganzen ein spannender Roman.
Bin auf die weiteren Romane von dem Autoren gespannt.

Re: Band 2506: Candle Light Dinner

Verfasst: Do Jul 23, 2026 12:31 pm
von kualumba
Ich vergebe ein "Top". Der Roman hätte zwar besser in den Gespenster-Krimi gepasst, aber mir gefällt der Schreibstil. Ein Bösewicht der Woche Roman.

Re: Band 2506: Candle Light Dinner

Verfasst: Di Jul 28, 2026 11:09 pm
von Toto_172
Tja, was soll man sagen!
Ich habe es tatsächlich erst beim vierten Anlauf geschafft, ihn durchzulesen. Die ersten drei Mal bin ich immer eingeschlafen und das sagt auch schon alles über diese Geschichte aus ...!
Das Einzige, was mich an dieser Geschichte interessiert hat, ist, ob jetzt auch Glenda dem Aussortierungswahn des Autors zum Opfer fällt.
Als John dann sein Kreuz aus seinem Schuh holt - Entschuldigung, jetzt wird es lächerlich!
Wieviele Titelbilder hat es mit seinem Kreuz schon gegeben? Allein der untere Balken ist größer als das Johns Hand ihn komplett abdecken könnte. Vom Rest will ich erst gar nicht anfangen - und das Ding passt nun in seinen Schuh! Oh man ... - großes Kino.

Jetzt will ich nicht alles schlecht schreiben - aber mir fällt eben nur auf, das sich seit dem sogenannten Umbruch, also ab 2500, mich nicht ein einziger Roman mehr abgeholt hat!
Hätte nicht gedacht, das mir eingefahrene Strukturen der Serie mal so fehlen werden und um es auf den Punkt zu bringen: Mit Justine´s Vernichtung ging die Serie den Bach ab ...!

Re: Band 2506: Candle Light Dinner

Verfasst: Do Jul 30, 2026 8:55 pm
von Destero
Also nachdem mir die ersten JS Romane von Henry Cardell eher mittelmäßig gefielen, bin ich von diesem doch positiv überrascht.

Sein Schreibstil gefällt mir hier. Ok, die Handlung war stellenweise echt eklig und hart. Eher Horror als Grusel. Die Story war nichts besonderes, hatte aber etwas beunruhigendes und beängstigenderes. KI Cover ist gut.

Obwohl relativ groß gedruckt habe ich doch lange für den Roman gebraucht. Bei mir meistens ein Zeichen dass konzentriertes Leben erforderlich war um sich die ganze Ekelhaftigkeiten vorzustellen.

Schluss Bewertung : von Mir gibts ein „sehr gut“. Bin auf den nächsten HC gespannt.

Re: Band 2506: Candle Light Dinner

Verfasst: Do Aug 06, 2026 11:25 pm
von Sheila Conolly
Ok, nur so als kleine Warnung ... irgendwie fiels mir hier total schwer, ne gescheite Rezi zu verfassen ...
... trotzdem wurds noch ein Gut ...
Warum? ⬇️

John kriegt eine fragwürdige Einladung zum Essen, mit dem Herz von Glenda als Dessert … und die Story nimmt ihren Lauf.
Nicht nur der Brief, was noch in Ordnung gewesen wäre, sondern auch der Anfang war ziemlich gestelzt geschrieben. Als wenn John plötzlich ein Upgrade in die High Society durchgemacht hätte. Las sich irgendwie seltsam. Graysons Ausdrucksweise sorgte dann vorübergehend für ein wenig Sinclair-Normalität.
Auch so manche Metapher mutete seltsam an … das Herz des Geisterjägers ist nicht aus Stein gemeißelt. Nur „aus Stein“ wäre flüssiger gewesen.
Neonkalte Düsternis … ist es nu düster oder neonmäßig hell?
Außerdem schiebt John total die Panik wegen des Briefs, was ich angesichts der Erlebnisse während seiner langjährigen Geisterjäger-Tätigkeit ziemlich überzogen fand.
Auch sehr seltsam, wie detailliert Grayson über Glendas Aufenthaltsort, Respektive Urlaub, informiert ist. Glenda hätte ihm allenfalls gesagt, dass sie Urlaub nehmen will, aber ganz sicher nicht wo und in welcher Unterkunft sie abzusteigen gedenkt. Dafür hat sie gerade in den Romanen zuvor zu oft seeeeehr negativ von ihm gesprochen, ergo würde sie gerade ihm definitiv nur das Nötigste preisgeben.

Als Glenda erwacht und sich gefesselt auf einem Stuhl wiederfindet, erkennt sie im Licht einer schwach leuchtenden Glühbirne sogar Schimmelflecken in den Ecken?
Sie sieht ne Tür und weiß direkt, dass sie verschlossen ist? Dann müsste sie nicht unbedingt gefesselt sein. Da sie es aber ist, hätte die Tür durchaus nur geschlossen sein können … und sie würde alles dransetzen, um sich zu befreien und das zu testen.
Und .. ähm … Fußzehen … ja … welche denn sonst??
Das Haus von Desmond Cordray ist natürlich nicht nur ein Haus oder eine vornehme Villa, es ist fast ne Burg. Mit Türmchen, mehreren Schornsteinen und allem, was dazugehört.
Außerdem wird immer betont, dass John mit seinem Dienstwagen unterwegs ist. Gehört das Teil nicht dem Yard? Wieso darf er überhaupt noch damit durch die Gegend cruisen? Dass der Audi eigentlich im Eimer war, was so gar keine Erwähnung fand (gerade in den entsprechenden vorherigen Romanen), nervt mich inzwischen kolossal … aber wenns sonst keinen stört, ist es vielleicht doch eher ne Nichtigkeit ist und damit nur mein Problem … 😉😅

Mir wurde allerdings und generell zu viel erklärt. Erst die Stadt St. Albans, dann das Entree der Cordray-Festung. Da wäre es mMn geschickter und runder gewesen, das einfach eher beiläufig einfließen zu lassen, wenn John sich auf den Weg zum Hausherrn befindet und sich dabei alles ansieht.

Dass die gestelzte Sprache weiterhin anhielt, passte für mich absolut nicht. Meinetwegen hätte ich es für Cordray durchgehen lassen, da er ja augenscheinlich auf dicke Hose, altertümlich und gleichzeitig Schickimicki mitsamt selbst zusammengebastelter Dienerschaft und Haustierzoo macht.
Aber eben nicht für das Drumherum und vor allem nicht für John selbst.
Es wird andauernd geschritten anstatt gegangen, jede Menge überflüssige Adjektive zerrten an den Nerven und Situation wurden fast immer lediglich "von außen" erzählt. John "sah" alles nur im Erklärstil, er "erlebte" es nicht, was durch gute Beschreibung auch mal sichtbar geworden wäre. (Nur beim Sessel war er drin ... äh ... drauf ... und DAS hat er dann erlebt 😁)

Wenn man im Haus Schritte, Knarzen und Knacken, sowie das Ticken einer Standuhr hört, kann man doch nicht von einer bedächtigen Stille sprechen, die "über dem Gebäude" herrschte.
Und immerzu wird erwähnt, dass alles, was man im Haus sehen kann, total wertvoll und protzig ist. Unglaublich ... ich weiß ... aber das habe ich nach dem ersten Mal bereits verstanden.

Glenda macht in ihrem Verlies ihre ganz eigenen Erfahrungen. Eine Leichenteile-Spinne, deren Größe zwischendurch auch etwas variiert, ein Horror-Puppen-Dienstmädchen, das ordentlicher zusammengefrickelt wurde, als des Hausherrn Butler und natürlich ist sie allein mit ihren Ängsten und unheilvollen Vermutungen, was sie noch erwartet.
Glenda wurde immer nur mit zwei Begriffen benannt: mit ihrem Namen und als "meine ehemalige Sekretärin". Erstens ist Glenda keine Sekretärin, sondern Assistentin und zweitens hab ich irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft dieser Begriff für sie benutzt wurde. Eines war aber klar: noch einmal mehr, dann wäre ich ausgerastet und hätte Geiseln genommen!

Im gesamten ersten Drittel des Romans wird erstmal nur beschrieben, erzählt und erklärt. Das hat leider verhindert, dass ich auch nur ansatzweise irgendwie in die Geschichte reinfinden konnte. Es war, als würde ich die ganze Zeit ein mehrteiliges Bild betrachten und unter jedem Element die Beschreibung zu dem lesen, was ich dort sehe … bzw. sehen soll.

Dann hat John ne nette Idee mit seinem Talisman gehabt. Und die fand ich wirklich gut!
Der Minuspunkt hierbei war lediglich, dass Johns Kreuz, mindestens handtellergroß (oft noch größer beschrieben) in seinen Schuh passte!
Und obendrauf kam, dass das mit dem Laufen funktionierte.
Hat jemand schon mal ein Steinchen im Schuh gehabt? Oder ist auf nen Legostein getreten?
Nein?
Gut, dann funktioniert das mit dem Kreuz im Schuh ohne auch nur den Hauch eines unangenehmen Gefühls oder ein leichtes Hinken wohl doch.
Mir war das allerdings allein beim Lesen schon unangenehm, denn ich hatte sowohl schon das Vergnügen von Steinchen im Schuh als auch auf herumliegende Legosteine zu treten. Äußerst unangenehm …

Ok, jetzt mal nen Gang runter fahren … denn wenn man bedenkt, dass John sein Kreuz normal um den Hals hängen hat, wäre es eher auf Kettengröße, der Anhänger halt etwas größer, aber kein Riesenklotz … äh … -kreuz. Ansonsten hätte das den totalen Sugar-Daddy-Charakter.
War aber nie so.
Die vermeintliche Übergröße seines Talismans kommt ja daher, dass er es unten am längsten Balken fasst, wenn er es den Gegnern vors Gesicht hält und die Formel ruft, und der Rest ragt visuell, fantasievoll und im Verhältnis übergroß aus seiner Faust.
Zack, Kreuz wirkt riesig … wie die Repliken, die bei sämtlichen Fans in den Sinclair-Sammlungen präsent sind.
DAS Ding würde tatsächlich in keinen Schuh passen (yep, habs tatsächlich mal ausprobiert. Auch in des Gatten Schuh, der ja männlich größer ist).
Aber wie gesagt, ich bin zwar beim Lesen drüber gestolpert, weil man eben diese Vorstellung vom Kreuz hat, aber nach ein paar Nächten drüber schlafen bin ich der Meinung, dass ich das hier unter künstlerischer Freiheit laufen lassen kann.
Eben genau deswegen, weil die Größe des Kreuzes von Anfang an nicht 100%ig genau definiert ist und von Geschichte zu Geschichte auch schon früher stark variierte!
Und die beiden Ketten-Kreuze, von Verlag und Geisterjägershop, sind definitiv klein genug, um sie in den Schuh zu legen. Drauf laufen ist zwar unangenehm und sieht, zumindest bei mir, äußerst beknackt aus, aber es geht. So viel dazu.
Die Kreuz-Größe ist also interpretationsvariabel, man kann im Schuh drauf laufen … ergo Myth not busted!

Ne andere Sache war dagegen der Kamin im Speisesaal. Witzig … irgendwie hatte ich da visuell das Ungetüm aus "Das Geisterschloss" vor Augen, mit dem Mörder-Löwen-Baumel-Abzug drin, der auch Leuten schon mal die Rübe vom Hals trennen kann!
Da wir aber gerade hin und wieder in ziemlich hitzigen, sommerlichen Temperaturen beim Lesen dahinschmelzen, war es etwas seltsam zu lesen, dass der Kamin tatsächlich an war und eine wohlige Wärme verbreitete …

Genau wie die Sache, als Cordray sein Süppchen schlürft. Er trägt ne starre, silberne Ganzgesichtsmaske in Form eines Totenschädels.
Vorher wird explizit gesagt, dass der Mund der Maske geschlossen ist, sonst würde er sich beim Sprechen bewegen. Tat er nie.
Jetzt, beim Essen, gibt’s plötzlich eine Art geheimen Mechanismus, der den Unterkiefer ruckartig auf und ab bewegt. Wozu braucht er überhaupt diesen Mechanismus? Vor seinen Mitbewohnern bräuchte er die Maske ja eigentlich gar nicht tragen, geschweige denn, damit so umständlich zu essen.
Alles schön und gut, die Maske mit besonderem Mechanismus ist da und der simuliert ne Kau-Bewegung.
Der Knilch schlürft aber Suppe … da müsste er die Lippen spitzen, den Löffel in den Mund schieben … was die Maske definitiv nicht tut. Denn dadurch hätte John ja ansatzweise zumindest einen Blick auf irgendwas in Cordrays Gesicht werfen können, das darauf hindeutet, ob der Typ wirklich ein Mensch oder doch irgendwas anderes ist … was John aber wohl (noch??) nicht sollte.
Daher wollte sich da bei mir auch visuell nichts zeigen und diese ganze Szene wirkte darum leider irgendwie ungelenk und starr.
Wie die Maske.

Dafür zündete die Beschreibung des Sessels umso mehr. Auch wenn vorher noch von einem Stuhl die Rede war, was wohl nur der Vergleichs-Beschreibung diente - was dann für mich auch ok war - die Anordnung der Leichenteile und vor allem auch, WAS da alles für "verbaut" und vernäht wurde, machen dieses makabre Sitzmöbel stante pede zu einem klobigen und eindrücklichen Sessel.
Wo ich mich ganz sicher NICHT drauf gesetzt hätte … das nur mal am Rande. Respekt John, dass du das gemacht hast!
Allein schon die Tatsache, dass das Ding lebt, sich bewegt, irgendwas absondert, weil glänzend und so … brrr … der schöne Smoking! Und das Feeling am Hintern dürfte auch nicht das allerbeste sein … da kribbelts mich ja so schon!!
DAS war dann wieder sehr eindrücklich und bildhaft beschrieben 👍

Als Cordray John dann seine Lebens- und Leidensgeschichte erzählt, wird auch der Hauptgang serviert. Mich wunderte, dass John sein Steak einfach so weiter aß, ohne auch nur mal auf den Gedanken zu kommen, dass es sich bei dem Fleisch auch um Menschenfleisch handeln könnte!
Nicht nur, weil Cordray groß und breit erzählt, dass er seine Opfer teilweise gegessen hat, sondern auch, weils als Dessert noch Glendas Herz geben soll (was Cordray mal selbst, dann wiederum John, dann wieder Cordray essen soll. Ja wer denn nun?? SO groß ist Glendas Herz nu auch nicht … 🤪).
Und da fragt unser Geisterjäger sich allen Ernstes nicht ein einziges Mal, WAS das fürn Fleisch ist, das er da wegmampft???

Als Glenda das Dienstmädchen umgenietet hat, sie der Spinne, der Katze und dem Kind unbehelligt entkommen konnte, findet sie auch den Speisesaal, den Cordray grad verlässt und natürlich nicht verschließt, obwohl er den Schlüsselbund noch in der Hand hatte.
Jedenfalls sieht sie erneut (!!) John in dem Sessel und dessen Umklammerung. An dieser Stelle liest es sich aber so, als würde Glenda zum ersten Mal sehen, dass John in einem fleischigen, lebenden Sessel gefangen ist und sich scheinbar nicht selbst befreien kann.
Witzig auch, dass Cordray vorher noch genau erwähnte, was er seinen Opfern entfernte und aß, bevor er sie neu zusammensetzte und "Spielgefährten" draus machte: Herz, Lunge, Gehirn …
Und als Glenda Butler Barkley den Fleischerhaken in den Schädel rammte, sollte ausgerechnet ER noch ein Gehirn haben, wo vorher ausdrücklich geschrieben wurde, nein, wo Cordray selbst ausdrücklich erklärte, dass seine Geschöpfe, explizit Barkley, keins mehr hätten??

Die Kämpfe zum Ende hin gehen relativ zügig und recht unspektakulär vonstatten.
Meiner Meinung nach muss es zum Finale auch nicht immer die bombastische Klopperei geben und gerade beim ansonsten so vornehm tuenden Desmond Cordray und der Tatsache, dass er ein Mensch ist, hätte es auch nicht gepasst, wenn er da jetzt noch irgendeinen an den Haaren herbeigezogenen Gegenstand oder Kampfstil präsentiert hätte.
So war es schon seinem Charakter entsprechend gut gewählt wie es letztendlich ausging.
Seltsam fand ich nur, dass Luzimodis nicht doch noch eingegriffen hat, da ihm schon was dran liegt, John als temporären Partner zu benutzen. Cordray hätte, wie es hier und da gelegentlich mal anmutete, auch vollends durchdrehen und dann schlussendlich kurzen Prozess mit John machen können … so im Affekt … aber gut, vielleicht wusste der Höllenfürst auch, dass Cordray es nicht gebacken kriegen würde, schließlich war der doch eher der nähende "Feinschmeckerkoch" à la The Menu und kein Bäcker … 😉😁👨‍🍳

Soooooo, das klingt jetzt alles vielleicht ziemlich negativ … geb ich zu … aber bei mir kommts auch aufs Lesefeeling an.
BESONDERS aufs Feeling.
Deshalb dauerts auch schon mal mit ner Rezi.
Na jedenfalls wars Lesefeeling nicht so schlimm wie die angemerkten Beanstandungen.
So manche Szene konnte dann das ein oder andere Detail-Fauxpas wieder ausgleichen oder ich hab schlichtweg mal ein Auge zudrücken können, weils nicht SO gravierend war, um aus allem, was nicht stimmte oder passte, nen Strick zu drehen.
Alles in allem fühlte ich mich immer noch ganz GUT unterhalten.
John kriegt jetzt zu seinem Säuferproblem aber wohl auch noch ein immer mehr durchschlagendes Psycho-Problem dazu … ne verdammt kurze Zündschnur, was auch menschliche Gegner betrifft!
Na mal sehen, zu was das noch führt.

Und wen will Glenda kontaktieren? Sie denkt an Suko und Bill, der eine nicht da, der andere eigene Probleme … ich wüsste da aber eine, die hätte Glenda trotz eigener Probs nicht abblitzen lassen … aber war ja klar, dass es zu sowas nicht kommt. Dabei fand ich die Geschichten, wo die zwei mal allein unterwegs waren, ganz cool.
Egal, ich tippe daher auf Sir James … der hockt ja auch noch irgendwo rum und vegetiert so vor sich hin … oder Mandra, der sich ruhig auch mal wieder blickenlassen könnte … oder oder oder … wir werden’s sicher erfahren!

Das Cover ist ganz in Ordnung. Mir ist da auch egal, wie viele Gläser den Tisch bevölkern, zumal Cordray selbst ja schon zwei umgeworfen hatte und weitere bedenklich klirrten. Irgendwie sowas war da doch … außerdem hat man nun mal, je nach Wein-Auswahl, auch verschiedene Gläser da rumstehen. Man weiß doch nicht unbedingt im Vorfeld, was der Gast vom Getränke-Angebot auswählt. Dann noch Wasser oder ein Schnäpschen dazu und schwupp, mehr Gläser als Leute.
Der Sessel sah vor meinem geistigen Auge anhand der Beschreibungen zwar nicht genau SO aus, aber ähnlich und die Nähte der Leichenteile sind auch gut zu erkennen. Also passt das für mich so 👍

Auf der LKS gibt’s ne Art Interview mit Henry Cardell.
Das lass ich einfach mal so stehen ... auch wenn ich JDs Brief oder auch nur den erwähnen Auszug davon gerne gesehen hätte ...
Die andere Sache ist wieder so ne leider inzwischen erzwungen wirkende Einbringung des Namens Jason Dark.
Das war doch der Typ, DEN MAN MUTWILLIG VOM COVER ENTFERNT HAT, ODER??
Erst kriegt man eineinhalb Jahre die Zähne nicht auseinander, ignoriert die komplette Leserschaft und Fan-Gemeinde und deren Fragen nach seinem Verbleib, dann weiß man bei Band 2500 ganz plötzlich doch, dass der Meister der Geister vor über eineinhalb Jahren in Rente "gegangen" ist, tilgt allerdings seinen Namen als Erfinder der Serie komplett vom Cover der Romane (obwohl sich an dieser Tatsache, dass er der Erfinder IST und BLEIBT ja wohl nix ändert) – wie war das noch mit Respekt und Ehre und Dankbarkeit und das ganze Zeugs? - und dann muss man ihn jetzt plötzlich mehr den je auf der Leserseite einbringen, wen und was er nicht alles zum Schreiben, zum Verlag und zu Sinclair gebracht hat?
Nee, das wirkt alles nur noch wie eine einzige lächerliche Farce!
Wäre das alles sehr viel früher so gelaufen, hätte mans noch geglaubt UND vielleicht auch schön gefunden. Aber so …

Herrjeeee, erstmal abregen gehen … jetzt gelüstet es mich nach einem Dinner mit meinem Gatten.
Da müsste noch ein Stück seines Oberschenkels irgendwo ganz hinten im Kühlschrank liegen … 😈😏😇

Re: Band 2506: Candle Light Dinner

Verfasst: Do Aug 06, 2026 11:58 pm
von Auserwählter
Uih, eine typische Sheila-Rezi... :D

Aber so einiges, inklusive der Gesamtbewertung, denkt sich ja mit meinen Ausführungen. Auch den Umgang mit Jason Dark finde ich etwas widersprüchlich und erwarte nach wie vor, dass der Verlag sich dazu erklärt - aber wohl vergeblich.

Re: Band 2506: Candle Light Dinner

Verfasst: Sa Aug 22, 2026 10:56 pm
von Padsara
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Mal was anderes. Ich wurde gut unterhalten.