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ACHTUNG: stark SPOILER behaftet*
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Nach dem Aibon-Ding verzieht sich Justine sofort und braucht Blut, was sie sich auch holt.
Anschließend will sie sich bei Jane verstecken, die ihr allerdings ohne viel Palaver direkt eine Silberkugel in den Kopf jagt und John darüber informiert.
Der erscheint auch sofort und tut, was er immer tut: er will reden und Justine Antworten entlocken.
Nicht zuletzt wegen der Ereignisse in Aibon. Doch die Vampirin entkommt … nicht ohne John mit dem Leben all seiner Freunde zu drohen und sich ihn für den krönenden Abschluss aufzusparen.
Während John alle warnt und das Hauptquartier bei den Conollys aufschlagen will, fängt Justine mit Cathy Graham an.
Von Johnny haben wir vorher noch erfahren, dass er Cathy am Abend fragen wollte, ob sie seine Mrs Conolly werden will …
Und zack. Da wars ganz plötzlich … das verdammt miese Gefühl, wo eigentlich keins sein sollte.
Ist mir doch alles egal. Neutral lesen.
Dachte ich jedenfalls …
Nachdem der Conolly-Spross allerdings von einem Unbekannten über irgendwas ziemlich Negatives in Bezug auf Hopkins Chemicals, den Konzern seiner Eltern, in Kenntnis gesetzt wurde, ist der erstmal auf dem Weg zum heimischen Bungalow, um das zu klären … wo aber dann auch er über Justine Cavallos Vorhaben informiert wird. Und dann kann er Cathy nicht erreichen.
John fährt mit Johnny zu Cathys Wohnung in Brixton … wo sie eine besorgniserregende und mit Blut geschriebene Nachricht finden. Von Cathy keine Spur.
Dafür erreicht Justine John per Handy … und als Johnny Teile des Gesprächs mitkriegt, haut er erstmal ab.
Zeitgleich hat Emma einen Anfall und Marisa bringt sie ins Krankenhaus, wo auch der angeschlagene Suko und seine Shao dazustoßen. Dr Luisa Peterson wundert sich zwar über das Aufgebot, will ihnen jedoch ein Zimmer fertigmachen, da Emma eine Nacht bleiben soll.
Und dann geht alles ziemlich schnell: Justine hat Cathy tatsächlich ausgelutscht und zusammen stillen sie ihren Hunger auch noch an Dr Peterson. Die schicken die Frisch-Vampirin dann wiederum zu Emma, damit Luisa ihren ersten Durst bei dem Mädel stillen kann.
Shao und Suko wurden unter einem Vorwand zum anderen Ende des Krankenhauses gelockt und Marisa macht grad was zu essen … freie Bahn!
John gabelt Johnny vor Janes Haus auf, der dort ebenfalls Cathys Handy geortet hat, wie zuvor Glenda schon. Sir James hatte John widerwillig ziehen lassen, aber drauf bestanden, das Ultimatum von einer Stunde einhalten zu wollen.
Im Krankenhaus kann Marisa das Schlimmste verhindern und erschießt Dr Peterson. Suko und Shao erscheinen wieder und Emma bekommt trotzdem ne Blutwäsche, man kann ja nie wissen.
John und Johnny werden indes von Justine auf Cathys Handy angerufen. Sie lockt John aus dem Haus, haut in nem Streifenwagen ab und dann ist auch Johnny verschwunden.
Den sieht John dann in den Fängen von Cathy, die ihn beißen will. Durch einen Schuss aus der Beretta läuft sie weg und John hinterher. Als er sie stellt und ihr das Kreuz ins Gesicht drücken will, erscheint Johnny und erledigt das selbst.
John weiß inzwischen, wo Justine hin will und macht sich auf den Weg zum Yard … wo ihm Justine bereits entgegenrollt … in einer Blase! Jemand hat mit der Goldenen Pistole auf sie geschossen.
Etliche Leute und Beamte kriegen das grausige Schauspiel in der Blase mit, bevor John sie mit dem Kreuz vernichtet.
Glenda und Sir James, der noch die Goldene Pistole in der Hand hält, stürmen aus dem Gebäude.
Nach Cathys Beerdigung verschwindet Johnny wortlos, Marisa und Emma kündigen John buchstäblich die Freundschaft, wollen sich nur noch auf beruflichen Kontakt beschränken und Emma gibt ihm in aller Deutlichkeit die Schuld am Tod ihrer Schwester (und damit auch Dr Petersons). Sir James‘ Handauflegung kann daran auch nichts ändern und John geht mit seinen eigenen nagenden Schuldgefühlen allein davon.
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Das alles las sich zunehmend so, als wenn alles und jeder John die Schuld in die Schuhe schiebt.
Weil er mehrere Gelegenheiten gehabt hat, die blonde Bestie zu vernichten … und sie nicht ergriffen hatte. Selbst er schreibt sich jeden Tod der Vampirin auf die Fahne, die seit der besten Gelegenheit, die er hatte, um sie zu töten, auf ihre Kappe gehen.
Was ist denn aus dem Motto geworden, dass die Hölle auch versucht, die Freunde zu entzweien?
Warum denkt da jetzt niemand dran?
Weil man einen Schuldigen braucht, um alles zu verarbeiten?
Das hätten sie auch schon früher haben können … er ist immerhin der Sohn des Lichts, er muss doch alles verhindern.
Wo sind jetzt die tröstenden Worte "Du kannst nicht alles schaffen und jeden retten … und schon gar nicht allein"? Würde sich daran jetzt mal jemand erinnern …
Einer tuts schließlich doch, Sir James. Fand ich gut. Es wäre auch nicht sehr authentisch gewesen, wenn wirklich jeder wegen der Cavallo auf John rumhackt.
Und Shao ist wieder mal kurz davor, Suko das Spielen mit Bill zu verbieten …
Naja, vielleicht braucht sie diesen Spruch bald nicht mehr und Suko wird nicht mehr
(negativ) beeinflusst
Was mich gewundert hat: mein Eindruck beim Lesen war wohlwollend, als Justine ratzfatz handelte und auch zum Zuge kam, anstatt nur elendig lang rumzuschwafeln und dann doch wieder abgehalten oder unterbrochen zu werden. Sie griff an und das größtenteils mit Erfolg. Dass es jetzt Cathy erwischte, hat mich doch schon etwas getroffen, denn ich mochte die ganzen Eigengewächse ja irgendwann mal und das wechselte auch erst ins Gegenteil, als sie anfingen, die "richtigen" Figuren zu verdrängen.
Dass Johnny Cathy selbst erlöst, fand ich deshalb echt hart.
Dass Sir James die blonde Bestie noch während ihres Sprungs aus dem Fenster erwischt haben muss, fand ich saucool. Der alte Haudegen! Da der Schleim sich ja regeneriert und die Knarre ne ganze Zeit lang nicht benutzt wurde, war wohl wieder genug für nen Schuss drin.
Dass das Sinclair-Team, bzw. gerade das erweiterte Team dabei ist, sich zu entzweien, war mehr als deutlich. Wie es im engeren Kreis aussieht, war nicht ganz herauszulesen. Außer natürlich bei Johnny.
Wie die Conollys und Suko & Shao das alles weggesteckt haben, wurde nicht mehr erwähnt. Aber das wird sicherlich u.a. auch Thema im Dreiteiler werden … und wenn da dann kein gescheiter Zusammenhalt besteht, na Prost Mahlzeit!
Eines fand ich noch sehr auffällig: beim Lesen hatte ich ab Seite 6 mit jeder weiteren Seite das Gefühl, dass der Roman immer schwerer und belastender wurde, fast schon erdrückend, beklemmend ... und irgendwie eine richtige Endzeitstimmung, obwohl für John & Co auch ein Sieg eingefahren werden konnte. Aber eben, wie John schon sagte, viel zu teuer erkauft.
Den Tod der blonden Bestie fand ich … keine Ahnung, irgendwie überschattet Cathys Tod, gerade auch durch Johnnys Ringekauf am Anfang, sogar Justines Ableben. Der arme Kerl … wenn er in das Fach im Roller guckt …
Bei Justine schält sich hauptsächlich der weitere Verlust einer alten Figur und damit einer Figur von JD heraus ... was eben ein fades Beigeschmäckle hat.
Andererseits war es inzwischen schon erdrückend und fast nicht mehr erklärbar geworden, warum sie immer noch da war. Ja, sie hat John und Co auch mal gerettet … aber wie viele Menschen haben durch sie den Tod gefunden? Wie hätte man es zukünftig aufgreifen sollen, ohne John als Polizisten unglaubwürdig aussehen zu lassen, weil er eine vampirische Kreatur einfach so frei rumlaufen lässt?
Das passt nu auch nicht wirklich zu ihm.
Entweder so wie jetzt, ihre Vernichtung regelt diesen Zwiespalt ... oder aber, man hätte sie als "neuen" großen Gegner aufbauen können, der aus alleiniger Kraft immer entkommen kann, auch wenn John sie mal fest am Wickel hat. Aber das hätte dann nicht zum Thema "Altlasten loswerden" gepasst …
Oder ich bin schon "abgehärtet", weil inzwischen auch schon Höllenmatze, Assunga, Karina & Co dahingeschieden sind, kann auch sein. Ich bin allerdings nie so richtig mit Justine warm geworden. Ich fands ok, wenn sie dabei war, hab sie aber auch nicht vermisst, wenn mal lange nix von ihr kam. Aber so geht’s mir auch mit Max & Carlotta, Purdy, Dagmar & Harry, etc. … von daher wäre es jetzt nicht fair, wenn ich sage, dass ich voll fies finde, was hier passierte …
Durch Cathy und Justine ist Dr Petersons Ableben irgendwie untergegangen. Gut, sie war jetzt nicht sooo oft dabei, um fett mir ihr mitzuleiden, aber sie war im Bilde über so einiges und damit auch bei Verletzungen, die nicht so einfach erklärbar waren, eine Verbündete.
Aaaaber … Sir James hatte noch nie mit der Cavallo zu tun gehabt? Was war denn mit seiner Entführung in Band 2188? Gut, es war ne Doppelgängerin von Justine, Respektive der Verwandler, aber eben optisch Justine. Und diesmal war Powell auch nicht benommen, benebelt oder umnachtet, wie in Band 2183, um sich nicht dran erinnern zu können, dass eine Frau, die offenkundig Justine Cavallo darstellte, ihn entführte und mit ihm gesprochen hat.
Und was da jetzt so Schlimmes bei Hopkins Chemicals abgeht und wer der Knilch war, der Johnny den Floh ins Ohr gesetzt hat, erfährt man irgendwie nicht.
Oder noch nicht? Oder hab ich das überlesen?
Vielleicht hat Lilith ja noch eins ihrer Wurmviecher in irgendeinen Mitarbeiter da gesteckt?
Mal abwarten.
Und vielleicht kriecht da auch nur nochn bisschen Protoplasma in dem Laden rum, das entkommen konnte … oder sowas ähnliches.
Alles in allem war der Roman gut zu lesen, ließ hier und da sogar ne Spur altes Sinclair-Feeling aufflammen und ist am Ende auch zu Potte gekommen. Kein weiteres Rumaasen und Entkommen oder in die Länge ziehen mehr und sogar das komplette Team hatte hier und da Screentime, sehr schön. Deshalb gebe ich hier ein
SEHR GUT, weil ich ihn genauso lesen konnte. Alles andere wäre gelogen.
Das
Cover ist ok. Ich find zwar Justines Gesicht, bzw. ihre Gesichtszüge nicht so toll, aber das könnte ich auch als "situationsbedingt" durchgehen lassen
Auf der
LKS gibt’s mal wieder ein Statement von der Redaktion in Sachen Finale/Neuanfang, Atlantis-Legenden 2 und Gespenster-Krimi 200.
Ich spare mir mal jeden Kommentar, gerade in Bezug auf ersteres, da ich mich nur wiederholen würde ... aber beim letzten, dem Jubi-Gespenster-Krimi, da musste ich doch fett mit den Augen rollen.
Ernsthaft? Man nennt IRH und Hohlbein jetzt schon in einem Atemzug? Das fand ich doch etwas arg übertrieben, fast schon … nein, ich sags nicht. Jedenfalls liegen da dann doch noch, zumindest in meinen Augen, Welten zwischen …