Band 2452: Ich - Luzifers Henker

Ich - Luzifers Henker

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Toto_172 Offline
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Beitrag von Toto_172 »

Ich kann das alles irgendwie nicht mehr. Das ist nicht mehr der Sinclair, den ich mal kannte. Einigen mag das gefallen, was IRH da veranstaltet, mir gefällt es nicht. Zumindest nicht so. MMn bräuchte es jemanden, der IRH sagt, [B]dass er mal nen Gang runterschalten und nicht mit der Dampfwalze durch die Serie rattern soll. Vielleicht "beruhigt" er sich ja auch von selbst nach dieser Trilogie. Man kann nur hoffen[/B].[/quote]


Vielen Dank - da bin ich absolut Ihrer Meinung!

Ich habe auch immer mehr Probleme, mich mit dem Vorgehen in den Romanen anzufreunden.
Das ist alles nicht mehr das, was es mal war.
Es fehlt mir so ein bisschen der "Respekt" uns sei es der vor den Gegnern.
John wird momentan als Supermann ausgebaut und damit genau zu dem gemacht, was Helmut immer wieder verhindern wollte.
Kommen Gegner ist eine Aktivierung des Kreuzes mittlerweile der Heilsbringer.
Einmal "Terra Pestem ....." und schon ist die Welt wieder in Ordnung.
John, eigentlich das kleinste Rad im Getriebe, wird mindestens auf die gleiche Höhe mit den Dämonen gestellt und spätestens dar, wird es dann unglaubwürdig.

Ein weiteres Minus finde ich, ist die schon fast inflationäre Vernichtung der Gegner.
Hat John eigentlich noch irgendwelche ernsthaften Gegner? Ich meine, wie leicht hat er denn 2/3 der Hölle besiegt? Asmodis ist zur Untätigkeit verdammt. Xorron in Hels Totenwelt verbannt, der Spuk (?) redet vielleicht nur noch mit sich selbst - tja, wer bleibt denn dann noch, als großer Gegner?
Einzig Asmodinas Seele ist dann noch irgendwo verfügbar, die John und Co gefährlich werden könnte!

Ja, sieht nicht gut aus. Bin gespannt wie sich das noch weiter entwickelt.
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Sinclair Offline
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Re: Band 2452: Ich - Luzifers Henker

Beitrag von Sinclair »

Handlung: Während John in Caversheen auf die Rückkehr von Lilith wartet, greift Luzifer mit seiner Armee das Hexendorf an. Plötzlich fällt der Engelstöter samt Kreuz vor Johns Füße. Bevor er sich weiter am Kampf beteiligen kann, wird er unversehens auf einen Asteroiden in einer anderen Dimension versetzt, wo die Engel der Unzucht und Hurerei schon bald ebenfalls auftauchen, obwohl John die Erzengel ruft. Auf der Suche nach der Ursache stellt John fest, dass auf seinem Kreuz nur noch die Zeichen von Lilith und die Insignien ihrer Engel zu sehen sind. Die Stimme Liliths verkündet, dass John nun der Sohn der Finsternis und damit ihr Rachewerkzeug ist, als Henker von Luzifer. Um ihn auf seine Aufgabe einzuschwören, zeigen sich die Engel der Unzucht und Hurerei, in den Gestalten von schönen Frauen in weißen Gewändern. Sie konfrontieren John mit den Verfehlungen, die er sich im Laufe der Jahre leistete, entmystifizieren Luzifer und zeigen auf, dass Gut und Böse stets variabel und nicht nur mit einer Person verknüpft sind. Ein Blick auf die aktuelle Lage seiner Freunde soll John endgültig davon überzeugen, dass die Apokalypse längst begonnen hat und nicht erst durch Luzifers Vernichtung ausgelöst wird.

Meinung: Zweiter Teil der Trilogie „Kampf um die Hölle“ von Ian Rolf Hill. Dieses Mal war Thomas Greiwe, ebenfalls mit KI – Software, für das gute Titelbild verantwortlich gewesen. Mittlerweile wurde klar, dass die in Position gebrachten Mitglieder des Sinclair - Teams wohl nicht nur stille Beobachter bleiben konnten. Fiona Garrett klärte Suko und Bill darüber auf, dass für die Beschwörung von Beelzebub ein Menschenopfer benötigt wurde. Dafür waren gewiss nicht die Vollstreckerinnen vorgesehen gewesen. Harry Stahl war in der Schreckenshöhle am Brocken auf Jane Collins getroffen, die schon bald versuchte sich mit ihrer eigenen Pistole ihr Leben zu nehmen.

Ian Rolf Hill hielt auch im zweiten Teil der Trilogie die atemberaubende Spannung aufrecht. Dabei überzeugte er gekonnt mit unerwarteten Wendungen und Überraschungen im Ablauf der Handlung. Auch in diesem Roman nahm er mehrmals wieder direkten Bezug auf verschiedene Romane von Serienerfinder Jason Dark, an dafür geeigneten Stellen. Wie zerstritten die Hölle mittlerweile an sich war, zeigte auch das Verhalten der Erzdämonen, die sich, genauso wie ihre Reiter, mittlerweile gegenseitig bekämpften. Astaroth stand auf Luzifers Seite. Dagegen kämpften Eurynome und Amducias für Lilith. Eine neue Erkenntnis über Luzifer offenbarte, dass dieser am Anfang der Zeiten auch aus drei Engeln bestanden hatte. Die Dreieinigkeit hatte also schon vor Luzifers Höllensturz Bestand gehabt.

Derweil schienen Bill und Suko ihre Opferrolle gegen ihren eigenen Willen abgegeben zu haben. Der Grund dafür war eine etwa zwanzigköpfige Senioren-Wandergruppe, die plötzlich bei den Ruinen des Klosters St. Patrick auftauchte und von den Vollstreckerinnen sofort festgesetzt wurde. Deren Mitglieder boten sich quasi von selbst als willkommene Opfer an. Fiona spielte dabei ihre eiskalte und skrupellose Rolle glänzend weiter. Doch auch sie ahnte nicht, dass die Gruppe der Wanderer nicht die waren, die sie zu sein schienen.

Gerade in einer Serie wie John Sinclair, lebten totgesagte traditionell oft länger als erwartet. So tauchte auch jemand in der Schreckenshöhle im Harz auf, der eigentlich auf dem Grund der Nordsee liegen sollte. An dessen Tod konnte ich aber bislang nicht glauben, weil mir sein vermeintliches Ende zu einfach und nicht angemessen genug vorkam. Nun zeigte es sich doch noch, dass meine Skepsis berechtigt gewesen war. Plötzlich tauchte Luzifers erster Diener Matthias in der Höhle auf und überraschte damit Harry und Jane. Letzterer flüsterte er Selbstmordgedanken ein und verdrehte ihr auch ein wenig ihren Kopf. :)

Mit nahezu den selben Worten, die ich auch gebrauchte, erklärte Matthias sein Untertauchen im wahrsten Sinn des Wortes. Für ein endgültiges Ende wäre es unwürdig gewesen. Es reichte aber perfekt dazu aus, um vorerst aus der Schusslinie von Lilith zu kommen. In Caversheen kämpfte Chris Ainsworth zusammen mit den letzten überlebenden Hexen vorbildlich gegen Luzifers Schergen um das nackte Überleben. Der Kampf schien aussichtslos zu sein, bis ihnen mit Mandragoro ein unerwarteter Helfer plötzlich Schutz gewährte, den Luzifer nicht auf der Rechnung hatte.

So spektakulär wie der ganze Roman war auch das Finale dieses zweiten Teils. Es gab einen Kampf zwischen Assunga und Matthias. Mit einem Ausgang der am Beginn der Auseinandersetzung nicht abzusehen war. John zeigte sich wieder gefühllos und auch rücksichtslos. Wie eine Maschine vernichtete er zunächst einige Kreaturen der Finsternis. Als Suko, Fionas Opfertod, bei der Beschwörung des Beelzebub, verhindern wollte rammte John ihn einfach nach Art eines Rugby-Spielers zur Seite. Im letzten Kapitel wurde noch überraschend das Templer-Kloster in Alet-les-Bains angegriffen.

Also insgesamt ganz großes Kopfkino, dass von Ian Rolf Hill meisterhaft inszeniert wurde. Ich war sehr gespannt auf den Ausgang des großen Finales. Zuvor vergab ich auch für diesen Roman die Note 1 = Sehr Gut und damit 5 von 5 wohlverdienten Kreuzen an Ian Rolf Hill. Für mich konnte es keine andere Entscheidung geben, weil sich diese Trilogie bereits jetzt schon zum absoluten Highlight des Jahres 2025 entwickelte. Nach der üblichen Wertung im Forum stimmte ich mit Top ab.

:D
Das Hü Offline
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Re: Band 2452: Ich - Luzifers Henker

Beitrag von Das Hü »

Oh nein, er tut es wieder... Der zweite Teil kann leider nicht mal ansatzweise an den ersten heranreichen.
Was mich nervt:
- das typische Außenseiter-Girl mit psychischen Problemen, das sich einen aggressiven Schutzpanzer zugelegt hat, aber herzensgut ist: Diese Figurenschablone kramt IRH immer und immer und immer wieder aus. Als ob Denise nicht schon als Aushängeschild seiner Obsession für dieses Klischee oft genug so beschrieben wird, muss jetzt auch noch diese Lulu her: "Die schnodderige, feindselige Fassade war gebröckelt, und zum Vorschein kam eine ängstliche junge Frau, fast noch ein Kind." Ja, ach was, zur Abwechslung mal. Hat IRH gefühlt mindestens in jedem zweiten Roman dabei, so eine Figur. Das ist keine Charaktertiefe, sondern faulste Schubladen-Charakterisierung. Keine Ahnung, welcher literarische Fetisch ihn da umtreibt.
Aber der Dauergast, der bei Hohlbein seine Schwärze, die mehr als die Abwesenheit von Licht ist, ist, ist bei IRH das gebrochene Aggro-Girlie, das doch eigentlich nur in den Arm genommen will.
- Bill ist hier nur als Choleriker Beiwerk, der ständig hochgeht. Auftritt Bill, er explodiert, nächster Auftritt, er schreit rum..
- Lilith, Lilith, Lilith und, ach ja, Lilith... Jetzt ist sie also auch irgendwie mit Mandragoro in einem Boot und natürlich hatten die auch eine Vergangenheit miteinander. Weil ALLES sich ja nur um Lilith dreht.
- Oh, Matthias spielt auch noch mit. Na klar, warum denn auch nicht? Je mehr Figuren man reinpfropft, desto weniger Raum muss man mit Handlung füllen, ist schon pfiffig. Und die kann man ja mit unerklärlichen Kampfszenen (AEBA) füllen oder einfach mal schnell unbenötigte Figuren über den Jordan schicken.
- Egal, ob es Sinn ergibt, oder nicht, es muss immer wieder am Rande eingestreut werden, wie toll IRH sich doch als lebendes Lexikon findet. Verweis auf dies, Verweis auf das, mein "Highlight" war der völlig zusammenhanglose Hinweis auf Seite 16 auf die Eiche, an die John mal gefesselt war und "Tilo, ein Agent der Weißen Macht, sein Leben ausgehaucht hatte". Ernsthaft? Was soll das hier sein außer selbstgefälliges Füllwerk? Überhaupt kein Zusammenhang mit der Story gerade und als Info nun wirklich nicht erhellend. John war an einen Baum gefesselt? WOW! Und Tilo? Wer ist Tilo?
- Der zunehmend gallopierende Größenwahn im Handlungsfaden fällt auch immer übler auf. Auf Seite 29 heißt es "Die Apokalypse hatte längst begonnen". Ah ja, klar. Aber der bevorstehende "Krieg der Götter" wird dann noch größer, ja? Und das Ende des Ganzen vor der 2500 erst! Das zeigt wieder mal, dass IRH immer mehr, immer größer, immer bombastischer denkt, leider kriegt er sich da selber nicht mehr eingefangen. Und genau das ist, was ich als Größenwahn im Storyaufbau sehe. Statt wie frei nach Rudi Völler "..und nach dem Tiefpunkt kommt dann ein tieferer Tiefpunkt?!" ist IRH in die andere Richtung unterwegs. Immer mehr, immer mehr, immer mehr, aber dass er das gar nicht mehr erfüllen kann, sieht er nicht.
- Tiefpunkt des Romans war Harry Stahl. Oh, Matthias ist in Lebensgefahr! Er ist doch ein Mensch, ich muss ihm helfen... Tut er auch und die Konsequenz daraus ist der Tod einer anderen Figur. Und was denkt Harry da, keine Seite später?! Oje, was habe ich getan? "Doch Matthias war um keinen Deut besser, wenn nicht sogar um einiges schlimmer." Ach nee? Konnte ja keiner ahnen. Mal im Ernst, das wurde doch wohl so nebenbei runtergetippt, weil das Hauptaugenmerk schon auf der nächsten epischen Szene lag, oder?
- Und dann auch noch John als metzelnde Killermaschine: " es hatte ganz den Anschein gehabt, als hätte ihm das Gemetzel Spaß gemacht". Dass John unter IRH immer mehr zur Negativ-Version degeneriert, weil (natürlich) Lilith alles steuert, manipuliert, beeinflusst und genau so geplant hat, ist ja nicht neu. Aber auch hier muss IRH natürlich noch eine Stufe weitergehen. Damit auch jeder sieht, wie episch er die Story entwickelt. Wahrscheinlich frisst John bald auch kleine Hunde, nur damit man aber auch wirklich sieht, welch schlechtem Einfluss er unterliegt und wie sehr ein Autor seine Leser schockieren kann.
- Wie das Kreuz, der heimliche Hauptdarsteller der Serie, von all diesem Schmutz, den IRH da mittlerweile reingeschrieben hat, jemals bereinigt werden soll, ist mir gänzlich schleierhaft. Hoffentlich gibt es da nicht die Zamorra-Lösung. Aber der ganze Krieg und Kamp hier erinnert mich eh schon an das Höllen-Dallas im Zammyversum. Bloß da war es schon ewig Teil der Geschichte und wurde daraus weiterentwickelt (übrigens auch da deutlich ZU groß aufgeblasen). Hier wirkt es einfach wie aus dem Nichts aufgeploppt, wird aber dafür als Plan aus Urzeiten erklärt.

Alles in allem zeigt der Roman alle Schwächen auf, die die Serie für mich derzeit so runterzieht.

Emotionsbereinigt gebe ich ein MITTEL, also eine 4-,gerade noch so. Weil ich eine Nacht darüber geschlafen habe (ich hätte gestern Abend alles durchaus sehr viel deutlicher formuliert), weil IRH immerhin eine gute Schreibe hat, und weil ich hoffe, das Teil 3 noch irgendwas rettet. Optimismus ist manchmal auch eine Last, sage ich euch...
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Das Gleichgewicht Offline
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Re: Band 2452: Ich - Luzifers Henker

Beitrag von Das Gleichgewicht »

Luzifers Streitmacht greift das Hexendorf an. Und es wird gleich auf den ersten Seiten krasser. Waren es im letzten Heft nur Zombies und Vogelmoster, sind es jetzt unbeschreiblich grausige Albtraumkreaturen und höllische Chimärenwesen. Und davon tausende, oder so. Außerdem die Horror-Reiter. Und dann sogar noch Astaroth. Wie sollen die Hexen und Chis Ainsworth da eine Chance haben? Das ist mir auf den ersten paar Seiten schon wieder zu viel. Zum Glück gibt es Uneinigkeit zwischen den Erzdämonen und so stehen Eurynome und Amducias an Liliths Seite, wie es scheint. Die Menschen können bei dieser Schlacht der Giganten nur panisch fliehen.

Harry Stahl befindet sich auf dem Brocken, um der Beschwörung von Asmodis beizuwohnen. Hier trifft er auf Jane Collins, die Assunga hier abgeladen hat. Und auf Matthias. Der bringt Jane fast dazu, sich selbst zu erschießen, bis Harry ihn vertreibt.

In Schottland haben sich die Vollstreckerinnen versammelt und die Helden überrascht. Bill und Suko werden umzingelt und Fiona Garrett schließt sich ihren Kameradinnen wieder an. Die beiden Männer sollen bei Beelzebubs Beschwörung als Menschenopfer dienen. Und dann taucht auch noch im doofen Heftromantiming eine Wandergruppe auf, gerade jetzt. IRH braucht wohl noch etwas mehr Kanonenfutter-Drama, da Bill und Suko eh nicht sterben werden. Die Wanderer stellen sich jedoch als Kreaturen der Finsternis heraus.

John wird indes in einer Dimension in seine neue Aufgabe als Luzifers Henker eingeweiht. Weg mit den guten Zeichen auf dem Kreuz, her mit den Buchstaben der Hurenengel. Die zeigen ihm, in welcher Not seine Freunde stecken. Obwohl sie sich aus meiner Sicht ganz gut schlagen, ist John so verzweifelt, dass er die dunklen Engel anruft, um ihnen zu helfen.

In der Hexenwelt gibt es einen Übergang zu Mandragoros Reich, in das die Menschen fliehen. Am Brocken taucht Assunga auf, um Harry und Jane gegen Matthias zu unterstützen. Und in Schottland arbeiten Bill und Suko notgedrungen mit den Vollstreckerinnen gegen die Kreaturen der Finsternis zusammen. Sieht doch ganz gut aus.

Naja, im letzten Heftviertel hilft dann John mit, weil er sich Lilith gefügt hat. Obwohl die drei großen Dämonen noch gar nicht beschworen wurden. Aber der Engelstöter ist auch gegen die Kreaturen der Finsternis in Schottland sehr nützlich.

Das Hexendorf scheint verloren zu sein, aber auch hier hat Lilith noch ein Ass im Ärmel. Weil sie als Göttin des Mondes und der Erde (seit wann das denn?) mit Mandragoro verbunden ist, greift der Umweltdämon jetzt ebenfalls auf ihrer Seite ein. Gibt es irgendeinen Aspekt von JS, mit dem Lilith nichts zu tun hat? Fall ja, baut IRH einfach bei Bedarf ihre Historie aus und schafft eine passende Verknüpfung. So wie halt jetzt. "Bei den Sumerern und Babyloniern war sie unter anderem als Ishtarbekannt, in der nordischen Mythologie als Riesin Angrboda, die mit Loki den Götterwolf Fenris, die Midgardschlange und die Totengöttin Hel gezeugt hatte. „Ashera!“, hauchte eine der Frauen. Giselle nickte zustimmend. Ashera war von den Phöniziern als Fruchtbarkeits-, Liebes- und Muttergöttin verehrt worden." Mich nervt das einfach nur extrem. Also haben auch Mandragoro und Lilith eine gemeinsame Vergangenheit (und vielleicht sogar Kinder, die dann überraschend enthüllt werden?) und jetzt arbeiten sie wieder zusammen.

Und es wird noch wilder. Assunga hat Harry und Jane vor Matthias beschützt und will ihn jetzt töten. Das kann Harry mit seinem Gewissen nicht vereinbaren, weil Matthias irgendwo noch ein Mensch ist. Daher schießt er auf Assunga, was sie lange genug ablenkt, damit Matthias ihr das Genick brechen kann. Was zum Fick, was sollte denn die Aktion? Das nächste Ausscheiden einer Figur, das mir zu erzwungen wirkt.

Für den Finalband der Trilogie sollen nun endlich die drei Teilgestalten Luzifers beschworen werden. Es beginnt in Schottland mit Beelzebub. Dafür will sich Fiona Garrett opfern. Besser als Bill oder Suko. Der Chinese sieht jedoch nicht ein, ein Menschenleben für diese Sache zu opfern und will die Beschwörung aufhalten. Daran wird er von John gehindert, was wieder als ganz großes Ding aufgezogen wird und noch für einigen Streit zwischen den Helden sorgen wird. Ich bin hier aber auf Johns Seite und ich bin nicht von Lilith manipuliert worden.




Wie zu erwarten war, zieht der zweite Teil ordentlich an. Daueraktion im Hexendorf und in Schottland. Das gibt mir nichts, aber wenigstens ist das schnell weggelesen. Am Brocken ist nicht so wahnsinnig viel los, was die Passagen nicht weniger dramatisch macht. John spielt in dem Band eher die zweite Geige. Seine Rolle als Luzifers Henker wird er im Finalband erfüllen.

Die erste Hefthälfte war trotz der vielen Action noch in Ordnung. In der zweiten gab es zu viele Dinge, die mir überhaupt nicht geschmeckt haben. Liliths Vergangenheit wird schon wieder erweitert, um ihr eine nützliche Verbindung zu Mandragoro anzuhängen. Mit Assunga wird die nächste Figur aus Altmeister Darks Zeiten unwürdig entsorgt. Das ganze Drama um John als Liliths Gehilfe ist völlig überzogen und passt einfach nicht.

Für die erste Hefthälfte hätte ich noch 7 Punkte gegeben, für die zweite eher 3. Macht :D :D :D :D :D :| :| :| :| :| (5 Kreuze) und ein MITTEL.
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